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Ein spannender und lehrreicher Tag führte unser Schülerparlament der Johannesschule in den Thüringer Landtag. Vor Ort konnten unsere Schülerinnen und Schüler Politik hautnah erleben und einen eindrucksvollen Einblick in demokratische Prozesse gewinnen.
Schon zu Beginn zeigte sich, wie viel Wissen unsere Schülerinnen und Schüler bereits mitbrachten. In Gesprächen und Fragerunden beantworteten sie wichtige Fragen rund um Demokratie und Mitbestimmung mit großer Sicherheit. Auf die Frage „Was ist ein Gesetz?“ antworteten die Kinder treffend: „Eine Regel, die man nicht brechen darf.“ Auch auf die Frage, warum Wahlen so wichtig sind, wussten sie sofort eine überzeugende Antwort: „Weil es auf jede Stimme ankommt!“ Ebenso kannten sie bereits das Wahlalter in Deutschland und wussten: „Ab 18 darf man wählen.“
Besonders spannend war für unsere Schülerinnen und Schüler auch, dass Herzog Ernst der Fromme aus Gotha die Schulpflicht eingeführt hat – eine wichtige Grundlage für Bildung, wie wir sie heute kennen.
Ein besonderes Highlight des Tages war das Rollenspiel im Plenarsaal. Hier konnten unsere Schülerinnen und Schüler selbst in die Rolle von Abgeordneten schlüpfen und erleben, wie ein Gesetz entsteht und beschlossen wird: Mit großer Stimme eröffnete die Präsidentin die Sitzung mit den Worten: „Ich begrüße Sie zu der heutigen Plenarsitzung.“
Diskutiert wurde ein sehr spannendes Thema: Sollten die Sommerferien verlängert werden? In einer Debatte wurden Argumente ausgetauscht und Fragen gestellt, zum Beispiel: „Herr Abgeordneter, warum möchten Sie, dass die Sommerferien verlängert werden?“ - „Ich bin gegen die Verlängerung der Sommerferien, da die Kinder zu viel Lernstoff vergessen."
Anschließend wurde abgestimmt – ganz wie in einer echten Parlamentssitzung:
16 Stimmen waren dafür, dass die Sommerferien so bleiben, wie sie sind, und 5 Stimmen sprachen sich für eine Verlängerung aus.
So konnten die Kinder selbst erfahren, wie demokratische Entscheidungen durch Diskussion und Mehrheitsbeschlüsse getroffen werden.
Ein Ausflug, der gezeigt hat: Politische Bildung kann lebendig, spannend und sehr praxisnah sein.